diese vorsätze… kommt dir das bekannt vor?

hallo…

hast du dich  auch schon mal dabei ertappt, wie „gute“ vorsätze entstehen?

meine letzten vorsätze oder pläne sind in der prüfungsphase entstanden… „wenn ich fertig mit dem studium bin, dann arbeite ich jeden tag mindestens acht stunden im (noch zu suchenden) atelier mit show-room, stehe um sieben auf, laufe oder fahre mit dem fahrrad ins atelier und verlasse den schreibtischstuhl erst, wenn der reguläre arbeitstag auch beendet ist.

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und weil ich viel mehr zeit habe, da die zusatzbelastung studium ja jetzt wegfällt, werde ich die wohnung tiptop sauber halten, in der mittagspause (natürlich gesunde) lebensmittel kaufen, das ganze mit dem fahrrad_ frische luft und bewegeung tanken, um abends dann was feines zu kochen.

das ganze leben wird sich ändern (siehe meine post „der erste tag in meinem neuen leben“) und natürlich viel besser, seriöser etc werden… jetzt, wo man ein echter erwachsener mensch ist und kein larifari student mehr… (ehem)

jetzt, nach drei wochen muss ich sagen: es ändert sich einiges, aber auch gar nichts…

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das studium, welches einen gewissen rythmus ins leben bringt, ist weggefallen. die arbeit ist die gleiche geblieben. diese ganzen pläne und gedanken, dass sich alles ändern wird, sind makulatur. und irgendwie fehlt mir was.

die strengen profs, welche mit ihrem kritischen blick auch noch mit ende 20 furcht und respekt einflössen können und die atmosphäre, die an einer uni herrscht. man kommt sich auf der einen seite noch so jung und unbeschwert (studentenleben) und auf der anderen seite so „schlau“ vor, man umgibt sich mit viel wissen und forschung.

diese arbeit zuhause, so schön sie auch ist. man bekommt schnell einen „koller“. sogar schon nach drei wochen, denn im prinzip muss ich das haus nicht mehr verlassen… und wenn ich es verlasse, dann eher aus freizeitgründen- mit teilweise schlechtem gewissen, denn müsste ich nicht eigentlich mindestens bis 18 uhr auf dem schreibtischstuhl sitzen?

dafür gibt es aber auch kein wochenende und keinen richtigen feierabend. das ist wohl dieses „selbst und ständig“? mit dem handy kann auch noch um 23:38 eine kundenanfrage bearbeitet werden, egal ob ich da schon im bett liege oder unterwegs bin. und sonntag, seit je her schon mein hass-tag, weil er so langweilig ist und keine geschäfte aufhaben (wieso ich das überhaupt schlimm finde, weiß ich selbst nicht, aber irgendwie beraubt mich das in meiner flexibilität 😉 ) wird zum meist produktivsten tag, an dem ich neue ideen entwickele oder produkte einstelle.

edit_ aus gegebenen anlass sehe ich noch einen (nicht ganz kleinen) minuspunkt: krank sein_geht nicht. ich habe feste liefertermine angegeben, die ich einhalten muss. zur zeit sogar nur 3-5 tage inkl. fertigung per hand.

da wird aspirin komplex schon mal zum besten freund (toll, so viele neue freunde, nicht mehr nur der dhl-bote) und mit fieber geknüpft, graviert und gepackt.

da war das büroleben schon praktischer… auf zum arzt und erstmal ein paar tage kurieren, oder (sowas gibt es tatsächlich) todkrank ins büro schleppen und erstmal alle lieben kollegen anstecken, ein kleiner privater kriegszug sozusagen, wofür hat man denn die bakterien, wenn man sie nicht niesend und hustend an alle gegenstände und menschen in erreichbarer nähe weitergeben kann? 🙂

jeder tag ist irgendwie ganz anders, aber auch gleich. ich kann kommen und gehen wann ich will. und wenn ich keine lust auf arbeiten habe, dann lasse ich es sein.

oder ich arbeite an einem anderen ort, nehme den laptop mit und mache marketing, pr oder schreibe einen text, so wie jetzt, nicht im paù kleinraumatelier, sondern mit blick auf den herbstwald im taunus. dabei höre ich laut musik und lasse den blick und die gedanken schweifen.

ein riesen pluspunkt_ ich kann arbeiten wo ich kann und will, muss mich nicht mit ungeliebten kollegen rumschlagen und tagtäglich bei schlechtem café im miefigen büro sitzen.

natürlich gilt das für die kreativen arbeiten, die eingehenden bestellungen oder bürokratische aufgaben sind ein muss, diese werden jeden tag erstmal als erstes bearbeitet. der dhl bote, welcher täglich die päckchen abholt, ist schon mein bester freund geworden.

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lange rede, kurzer sinn. das leben ändert sich eher selten in dem maße, wie man es sich manchmal wohl vornimmt oder vorstellt. der eigene show-room mit atelier ist dank frankfurter mietpreise in weite ferne gerutscht, das gesunde essen, welches ich in der mittagspause kaufe, beschränkt sich auf das pizza essen gehen am abend (keine lust mehr auf kochen und einkaufen war ich dann doch nicht)

und die wohnung: ja, die sieht auch nicht anders aus, als noch vor einem monat. wieso auch- es hat sich ja fast nichts geändert. 🙂

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